Samstag, 28. Dezember 2013

Filmrezension: The Greatest Movie Ever Sold

Infos:
  • Regisseur(e): Morgan Spurlock
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Englisch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Turbine Medien (Rough Trade Distribution)
  • Erscheinungstermin: 15. März 2013
  • Produktionsjahr: 2011
  • Spieldauer: 87 Minuten
Inhalt:
Morgan Spurlock hat mit The Greatest Movie Ever Sold einen Dokumentarfilm über Product Placement abgedreht, der auch komplett durch dieses finanziert wird. Am Anfang steht die Idee und er sucht sich Sponsoren, dessen Artikel im Film präsentiert werden - auch das ist bereits im Film.

Review:
Spurlock kennt man ja schon aus "Super Size Me", weshalb mich der Film noch mehr gereizt hatte. Allein das Cover ist genial und überhaupt die ganze Idee des Films. Vor kurzem noch hatten wir das Thema Product Placement auch im Marketingunterricht der Berufsschule. Mich interessiert dieses Fach sogar am meisten und allgemein finde ich dieses ganze Vermarkten, Werbung und Marktforschung im Ganzen sehr interessant. Als ich dann auf diesen Film aufmerksam geworden bin musste ich ihn mir unbedingt ansehen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Allein auf die Idee einen Film über Product Placement zu machen und auch nur dadurch zu finanzieren ist genial. Anfangs stellt sich die Sponsorensuche als schwer heraus, aber dann haben immer mehr Firmen zugesagt und er konnte POM als Hauptsponsor gewinnen. Deren Granatapfelsaft kannte ich sogar schon - mein Fall ist er leider nicht so. Filmisch wird aufgezeigt wo überall Werbung vorhanden ist. Mir war das durchaus bewusst, dennoch ist es erschreckend  es einmal richtig aufgezeigt zu bekommen. Dabei bleibt Spurlock allerdings immer im Sinne der Doku sehr neutral eingestellt: er verkauft sich zwar, sagt aber nie ob er das jetzt gut findet oder dagegen ist. Er fragt sogar kritischerweise nach ob er sich nun überhaupt noch frei entfalten kann nachdem er die ganzen Verträge mit den Firmen unterzeichnet hat. Meiner Meinung nach schränkt ihn das ungeahnterweise ein. Wenn er vollkommen freie Hand gehabt hätte wäre der Film teilweise anders verlaufen. Für mich ein sehr gelungener Film den ich nur empfehlen kann, wenn man sich denn ein bisschen für die Materie interessiert. Dazu wurde die komplette englische Tonspur einfach gelassen und ein deutscher Sprecher hat dann übersetzt. Finde ich sehr authentisch und hat mir zugesagt. Besonders erschreckt hat mich nach dem Film, dass ich auf einmal das starke Bedürfnis hatte Schuhe der Sponsorenmarke haben zu wollen. Auf jeden Fall eine Doku der besonderen Art.

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