Donnerstag, 12. Dezember 2013

Kinobesuch: Die Tribute von Panem - Catching Fire (Teil 2)

Ich war bereits Samstag Abend im Kino (7.12.13) in der 20:45Uhr Vorstellung. Das Ganze war etwas spontan, denn eigentlich war ich nur mit meinem Freund und einer Freundin von ihm zum Sushi essen verabredet. Irgendwie habe ich es nur nicht hinbekommen einen Parkplatz zu finden und bin am Ende der Stadt gelandet: im abgelegensten Parkhaus überhaupt (ist ja nicht so dass ich bereits an bestimmt 10 weiteren vorher vorbeigefahren bin). Also mit dem Bus weiter und in's Happy-Sumo in Mainz. Dort war ich vorher noch nie und die haben immer wechselnde Sushi-Eigenkreationen. Dieses Mal mit Apfel, Mähre und gebratenem Lachs innen und außen Sesam und eine großzügige Portion Zimt. War interessant, wird aber nicht meine Lieblingssorte. Das Cinestar in Mainz war direkt um die Ecke und dann habe ich vorgeschlagen wir könnten doch gleich Catching Fire schauen, dann müsste ich meinen Freund montag nicht nochmals mitschleppen. Ich war dann etwas genervt, da sich beide ewig Zeit gelassen haben und wir erst kurz vor 21 Uhr im Saal waren. Konnten die beiden nicht nachvollziehen, es käme doch eh nur Webung. Na und - ich schaue eben gerne Trailer. Wir haben dann jeder 10,50€ bezahlt für einen Film der nicht mal 3D ist. Fanden wir alle etwas happig, aber wahrscheinlich wegen Überlänge. Der Film kam uns nämlich unendlich lang vor und zwischendurch wurde noch eine Pause gemacht und die Eisverkäufer liefen erneut durch den Saal. Für mich war es auch das erste Mal in einem fast komplett vollen Kinosaal zu sitzen, denn meistens gehe ich nicht in den ersten Spielwochen hin. Somit saßen wir in der 4. Reihe, was noch okay war. Wenn da nicht die Menschen um uns herum gewesen wären. Zwei Plätze links neben mir saß eine Frau die über wirklich alles lachen musste und hinter uns eine Gruppe von nervigen Menschen, die wirklich alles kommentieren mussten. Die hatten sich vorher aber auch null mit der Handlung beschäftigt.

Aber jetzt zum Film:
Die Bücher habe ich vorher nicht gelesen, kannte die Handlung allerdings schon von meinen Freunden. Somit blieb der Überraschungseffekt für mich weg, aber ich konnte den Film eigenständig ohne Vorlage beurteilen. Den neuen Cast fand ich auch gut gewählt, dafür dass ich nicht weiß wie die Personen im Buch beschrieben werden. Vorallem Johanna wurde sehr gut dargestellt. Sie hatte eine ganz eigene besondere Persönlichkeit, die ich sehr interessant fand.
An sich fand ich es sehr gut dass alle Tribute ihre ganz eigenen Taktiken hatten und nicht so ein Einheitbrei wie im ersten Teil. Zum Beispiel gab es zwei Tribute, die auf Wissen gesetzt haben und damals so gewonnen haben oder welche, die sich solange versteckt hielten, bis alle anderen gestorben sind. Ich weiß nicht wie es im Buch ist, aber im Film konnte ich schwer Bindungen zu den neuen Charakteren aufbauen, sodass es einem meist egal war wer stirbt und wer nicht.
Im Großteil des Film wurde allerdings auf das politische Thema gesetzt und die bevorstehende Auflehnung des Volkes. Als die Pause kam war Katniss gerade erst im Trainingsraum und sollte die Geldgeber von sich überzeugen. Die Zeit im Spiel nimmt also nur einen Kurzteil des Filmes in Anspruch. Das fand ich sehr schade, denn ich finde das Spiel spannender als den Aufstand. Besonders auffällig fand ich den neuen Spielmacher. Er hat überhaupt nicht zum Rest des Kapitols gepasst, was ja gewollt war, aber dennoch habe ich nicht gleich erkannt was es damit auf sich hatte. Ich und die andere meinten nach dem Film beide dass wir gemerkt hätte, dass etwas faul ist, nur was er dann letztendlich gemacht hatte haben wir nicht geahnt. Wir dachten eher dass er direkt den Platz von Snow einnimmt und seine Machenschaften in eigener Sache weiterführt oder ähnliches. Mein Freund konnte das nicht nachvollziehen - er hatte sofort durchschaut was der Spielmacher vor hat. Die beiden fanden den ersten Teil sogar recht schlecht und wollten den zweiten Film garnicht erst sehen. Umso überraschender dass diese dann aus dem Kino kamen und ihn sogar ziemlich gut fanden. Ich persönlich mag beide Teile. Vorallem die Kostüme sind mal wieder sehr gelungen. Er verbindet Action mit viel Gefühl und Verzweiflung. Ich mag Jennifer Lawrence ja sehr gerne, bin aber der Meinung sie hat schon in anderen Rollen viel besser gespielt. Diese füllt sie meiner Meinung nach nicht so sehr aus. Schon im ersten Teil kam sie mir etwas gefühlslos rüber und das hat sich jetzt auch nicht mehr so stark geändert. Klar, sie will ihre Gefüle nicht zeigen und möchte stark sein, aber wenn sie mal einen Ausbruch an Verzweiflung zeigte, war der irgendwie zu wenig oder übertrieben. Aber was mecker ich hier nur noch rum, ich fand den Film gut und freue mich auf den dritten Teil.

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