Sonntag, 2. März 2014

Hörbuch-Rezension: Die Totengräberin

Infos:
    http://www.audible.de/pd/Thriller/Die-Totengraeberin-Hoerbuch/B004V1PEW8/ref=a_series_c2_2_saTtl
  • Audio CD
  • Verlag: Random House Audio; Auflage: gekürzte Lesung (19. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 386604979X
  • ISBN-13: 978-3866049796
  • Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 12,4 x 2,4 cm 
  • Autor: Sabine Thiesler
  • Gesprochen von: Sabine Thiesler
  • Spieldauer: 06 Std. 51 Min. 
  • Format: gekürzt
Inhalt:
Nachdem Johannes seine Frau betrogen hat verbringen sie ihre Ferien wieder in Italien in ihrem Ferienhaus. Er hatte sich für sie entschieden und die Affäre beendet. Magda aber ist bereits von ihrer Kindheit gezeichnet: ihr Vater kam mit seiner Geliebten bei einem Autounfall ums Leben. Bis heute kam sie nicht darüber hinweg und den Tot ihres eigenen Sohnes scheint sie dazu noch zu verdrängen. Während des Frühstücks vergiftet sie nun ihren Ehemann und gibt allen anderen Menschen vor er sei bei einem Freund in Rom und wäre danach einfach verschwunden. Doch langsam beginnt auch Magda zu glauben Johannes wäre einfach verreist und verdrängt die Ermordung.

Review:
Das Buch "Die Totengräberin" hatte ich in der älteren Hardcover-Ausgabe schon etwas länger in meinem Regal stehen. Ich hatte es damals von der Mutter meines Exfreundes geschenkt bekommen, die es auch nicht lesen wollte. Sie hatte es von einer Freundin bekommen und es wäre ihr zu blutig. Bei dieser Aussage war ich Feuer und Flamme und versprach mir einen brutalen Roman. Nun weiß ich wirklich nicht was ihre Freundin da gelesen hatte - dieses Buch auf jeden Fall nicht. Es kommt keinerlei Blut vor und auch sonst passiert nicht viel. Ausnahmsweise bin ich froh mir die gekürzte Ausgabe angehört zu haben, die Lange wäre ja kaum zu ertragen. Wenn ich es gelesen hätte, dann hätte ich es sicher auch nicht durchgestanden. Es zu hören geht da ja noch. Nun ja die Kulisse ist nicht neu: Italien, teilweise in Rom. Bereits in vielen Thrillern kam das vor und langsam bin ich es Leid. Die italienischen Namen und Bezeichnungen klingen aber sehr schön. Die Geschichte der eifersüchtigen Ehefrau mit Mordlust war auch nicht neu. Es war das erste Werk von Sabine Thiesler, dass ich höre und da habe ich wohl eines der schlechteren erwischt. Beginnend mit der Ermordung des Mannes geht es bis CD 4 nur schleppend voran. Es passiert so gut wie nichts. Sie lebt vor sich hin, gibt vor ihr Mann wäre weg und die Personen im Garten entdecken die Leiche einfach nicht. Dadurch wäre wenigstens Spannung erzeugt worden, aber erst im letzten Drittel sieht jemand die Leiche. Ich fand es nur irgendwie schwer nachzuvollziehen warum sie ihn getötet hat. Der Hass auf seinen Vertrauensbruch kam nicht so sehr rüber, dass ich sagen würde: "Ja, er hat es verdient". Im späteren Teil erfährt man dass sie vorbelastet ist und psychisch krank. Das finde ich dann wieder gut gemacht. Vorher habe ich mich nicht weiter für den Inhalt interessiert und war dann etwas überrascht über ihre Psyche. Zum Ende hin passierte also etwas, aber für meine Ansprüche war es immer noch nicht interessant genug. Die Auflösung fand ich auch etwas unspektakulär und war froh dass ich endlich durch war. Im Endeffekt würde ich das Buch nur Einsteigern empfehlen, die einen sanften Thriller suchen und kein Blut und keinen Ekel haben wollen. Ansonsten lieb es leider hinter meinen Erwartungen zurück.

Bewertung.
Aufmachung: 3/5
Idee der Geschichte: 2/5
Umsetzung: 2/5
Charaktere: 2/5
Unterhaltungswert: 1/5
Überraschungseffekte: 1/5
Sprecher: 3/5
Lesetempo: 3/5

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